Historie der Bauerfeind AG

 

Vom Familienbetrieb zur international tätigen Unternehmensgruppe

Die Geschichte des Familienunternehmens beginnt in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts im ostthüringischen Zeulenroda, wo einst fast jeder weltweit verkaufte Kompressionsstrumpf gefertigt wurde.

1929 gründet Bruno Bauerfeind eine Spezialfirma zur Herstellung medizinischer Kompressionsstrümpfe. Er führt die Firma bis zu seinem Tod im Dezember 1944.

1939 beschäftigt das Unternehmen bereits 100 Mitarbeiter.

1945 kehrt Rudolf Bauerfeind, Sohn des Firmengründers, aus russischer Gefangenschaft zurück und macht sich voller Zuversicht an die Arbeit.

1949, die Politik der sowjetischen Besatzer ist alles andere als unternehmerfreundlich, verlässt die Familie Bauerfeind Zeulenroda und beginnt in Darmstadt-Eberstadt mit dem Neuaufbau.

In den 1960er Jahren entwickelt und modifiziert Hans B. Bauerfeind Produktionsverfahren: Der Enkel des Firmengründers verändert unter anderem eine Strickmaschine so, dass sich mit deren Hilfe auch der obere Strumpfrand herstellen lässt. Außerdem entwickelt er Verfahren zur vereinfachten Herstellung von nahtlosen Maßstrümpfen.

1972 übernimmt Hans B. Bauerfeind das Unternehmen Diedrich Grote Nachfolger in Kempen und fasst die Firmen in Darmstadt und Kempen 1978 zur Bauerfeind GmbH mit Sitz in Kempen zusammen. Dieser Standort besteht bis März 2009.

1981 Ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte ist die Entwicklung der Kniebandage GenuTrain®. Sie steht am Anfang einer Produktreihe, bei der das Prinzip der funktionellen Therapie von Kompressionsverbänden auf die Bandage übertragen wurde. Die GenuTrain® hat sich seither millionenfach bewährt.

1984 gründet Bauerfeind die erste Tochtergesellschaft im Ausland: Bauerfeind Österreich. Es folgen in den nächsten Jahren weitere Vertriebsgesellschaften in Europa und den USA und Bauerfeind übernimmt unter anderem die Spezialfirmen Berkemann Hamburg und Globus K. Kremendahl Remscheid.

1991 kehrt Hans B. Bauerfeind mit dem Familienunternehmen in seine Heimatstadt Zeulenroda zurück. Der Hersteller von Kompressionsstrümpfen, Bandagen, Orthesen, orthopädischen Einlagen und seit 2001 auch prothetischen Passteilen agiert national und international in vier Geschäftsbereichen am Markt.

Am Standort der Firmenzentrale Zeulenroda entstehen mit erheblichem Investitionsaufwand:

1994 die seinerzeit wohl modernste Produktionsstätte für medizinische Kompressionsstrümpfe,

1999 das Bauerfeind Innovationscentrum, der Forschungs- und Entwicklungsbereich des Unternehmens, das seit 2002 als Bauerfeind AG firmiert,

2003 das Logistikzentrum und

2004 das neue Verwaltungsgebäude – mit 57 Metern der höchste Neubau in der Region nach der Wende.

2007 legt Bauerfeind ein Qualitätspartner-Programm für den Sanitätsfachhandel in Deutschland auf. Ziel ist es, die Qualität der Beratungs- und Serviceleistungen des Fachhandels und damit eine bestmögliche Versorgung der Patienten sicher zu stellen. Mittlerweile haben sich mehr als 1.000 Partner in Handel und Werkstatt dem Partner-Programm angeschlossen.

Ab Oktober 2007 wird Berkemann von Eigentümer Thomas Bauerfeind als eigenständige Gesellschaft weitergeführt.

Im November 2007 verleiht die Fachhochschule Münster eine Honorarprofessur an Hans B. Bauerfeind. Damit würdigt die Hochschule sein Engagement für den Studiengang Technische Orthopädie.

Ende Februar 2008 wird Prof. Hans B. Bauerfeind zum Präsidenten der IHK Ostthüringen zu Gera gewählt.

Im November 2008 wird die seit 2001 bestehende Co Partnerschaft Deutschland um weitere vier Jahre bis 2012 verlängert. Als offizieller Ausstatter der deutschen Olympiamannschaften unterstützt Bauerfeind während und auch zwischen den Spielen die Mannschaftsärzte und Physiotherapeuten bei der Versorgung der deutschen Olympioniken.

Im März 2009 wird Bauerfeind mit gleich fünf Preisen für innovative, designorientierte Produkte geehrt: Den iF gold award, den iF product design award und den red dot award: product design gibt es für das Prothesenkniegelenk JT20. Die Hüftorthese SofTec® Coxa wird ebenfalls mit dem iF product design award und dem red dot award: product design ausgezeichnet. Die jeweilige Jury urteilt dabei nicht nur nach optischen Gesichtspunkten, vielmehr fließen in die Bewertung Aspekte wie der Innovationsgrad, die Funktionalität oder die Langlebigkeit des Produkts ein.

Im April 2009 tritt Beatrix Bauerfeind-Johnson in das Unternehmen ein. Mit ihr ist die Familie Bauerfeind nunmehr in der vierten Generation in der Unternehmensleitung vertreten. Beatrix Bauerfeind-Johnson, die nach Ausbildung und Studium bereits in verschiedenen Bereichen des Unternehmens in Deutschland und den USA in leitender Position tätig war, verantwortet den Bereich Finanzen/Personal.

Ab Januar 2010 wird aus der bisherigen Prothetik-Sparte die Uniprox GmbH & Co. KG.

Februar 2010: Die Olympischen Winterspiele in Vancouver bedeuten eine Premiere: Erstmals ist Bauerfeind offizieller Partner eines Olympia-Organisationskomitees und damit für die Athleten aller teilnehmenden Nationen da.

Januar 2011: TOP JOB 2011 – Die Bauerfeind AG wird als einer der besten Arbeitgeber Deutschlands ausgezeichnet.

Februar 2011: Die 7. Generation der Kniebandage GenuTrain kommt auf den Markt.

Im Jahr 2011 erhält Bauerfeind zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Die Sprunggelenkbandage MalleoTrain Plus wurde prämiert mit dem iF product design award und dem red dot design award. Die Orthese MalleoLoc erhielt den iF product design award sowie den Medical Design Excellence Awards (MDEA), Silver Award. Den universal design award und universal design consumer favorite bekam die Kniebandage GenuTrain (7. Generation).

Januar 2012: Thomas Bauerfeind tritt in den Vorstand der Bauerfeind AG ein.