Schmerzen an der Kniescheibe

Ursachen und Therapie

Schmerzt das Knie zum Beispiel beim Treppenlaufen oder bei intensiven sportlichen Aktivitäten vor allem hinter der Kniescheibe? Dann kann eine Veränderung am Knorpel, ein Ungleichgewicht innerhalb der Muskulatur oder eine Fehlstellung der Kniescheibe dafür verantwortlich sein. Diese Ursachen können „vordere Knieschmerzen“ ausprägen – obwohl es sich so anfühlt, als schmerze es hinter der Kniescheibe. Meistens sind Mädchen und Jungen in der Pubertät oder junge Frauen betroffen. Manchmal treten die Schmerzen nach Monaten oder Jahren wieder auf, in einigen Fällen bleiben sie dauerhaft. Dabei ist nur selten eine Operation notwendig. Stattdessen werden die Knieschmerzen in der Regel mit Krankengymnastik und schmerzstillenden Medikamenten behandelt. Schon das Tragen orthopädischer Bandagen oder Orthesen kann Schmerzen lindern und die Kniefunktion sichern.

Ursachen für Schmerzen an der Kniescheibe

Schmerzen an der Kniescheibe können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Dabei lässt sich nicht immer eine eindeutige Ursache feststellen: Die Kniescheibe (Patella) kann verformt sein oder ist vielleicht in ihrer Position leicht nach oben, nach unten oder zur Seite verschoben. Dann sind die Physiologischen Bewegungsablaufe gestört.

Weitere Ursachen für Schmerzen an der Kniescheibe sind Verschleißerscheinungen, also Arthrose. Diese können dazu führen, dass die Kniescheibe (Patella) nach oben verschoben ist. Der medizinische Begriff für diese Fehlstellung lautet Patellahochstand (Patella alta). Sie macht sich vor allem durch Schmerzen an der Kniescheibe, durch häufig auftretende Verschiebungen der Kniescheibe oder durch ständige Kniegelenksergüsse bemerkbar.

Darüber hinaus können Veränderungen an der Rückwand der Kniescheibe sowie ein Ungleichgewicht der Muskeln durch falsches Training oder ungeeignete Sportschuhe schmerzhafte Folgen an den Kniescheiben haben. Unfälle oder Verletzungen sind weitere mögliche Ursachen. Häufig ist eine Überlastung durch eine sportliche Überaktivität verantwortlich. Hierbei tritt eine höhere Belastung ein, als bei den betroffenen Strukturen möglich ist. Eine anstrengende körperliche Tätigkeit, Übergewicht, Erkrankungen wie Rheuma oder Gicht gelten ebenfalls als typische Auslöser.

Schmerzen im Bereich der Kniescheibe

Die Schmerzen an der Kniescheibe können unter anderem bei Personen auftreten, die Sprungsportarten oder Leichtathletik ausüben. Auch junge Frauen sowie Mädchen und Jungen während der pubertären Wachstumsschübe sind häufig betroffen. Die Beschwerden sind vor allem beim Treppensteigen spürbar –besonders das Hinuntergehen wird für Betroffene zur Qual – oder, wenn das Knie lange Zeit gebeugt ist. So kann übermäßiges Sitzen, Hocken oder Schlafen mit gebeugten Knien sehr schmerzhaft sein.

Diagnose von vorderen Knieschmerzen

Wodurch genau die Schmerzen im Knie entstehen, findet der Spezialist anhand der beschriebenen Beschwerden und einer körperlichen Untersuchung heraus. Dabei sieht sich der Orthopäde nicht nur die Kniescheibe und das Kniegelenk, sondern auch die am Kniegelenk beteiligten Muskeln, Sehnen und Bänder an. Weiterhin überprüft er die Wirbelsäule, die Beinstellung sowie die Fußform und das Fußgewölbe. Zusätzlich können bildgebende Untersuchungen die Diagnose absichern: Form und Stellung der Kniescheibe können mithilfe einer Röntgenaufnahme des Knies beurteilt werden, Veränderungen am Knorpel durch eine Magnetresonanztomografie (MRT). Anhand einer genauen Lokalisierung der Schmerzen bzw. mithilfe der Diagnose kann der Facharzt passende Therapiemaßnahmen einleiten.

Therapie der Schmerzen an der Kniescheibe

Zu Beginn der Therapie ist es wichtig, das Kniegelenk zu schonen. Die Einnahme von schmerzstillenden Medikamenten sollte nur vorübergehend erfolgen. Gezieltes Muskeltraining, bei dem verkürzte Muskeln gedehnt und geschwächte Muskeln aufgebaut werden, ist sinnvoll. Langfristig kann das Knie durch Krankengymnastik und mit medizinischen Bandagen oder Orthesen unterstützt werden. In den meisten Fällen erzielen diese Methoden der sogenannten konservativen Therapie Beschwerdefreiheit.

Bleiben allerdings die Schmerzen an der Kniescheibe trotz dieser Maßnahmen bestehen und beeinträchtigen diese die Lebensqualität deutlich, dann sind operative Maßnahmen zu erwägen. Auch um anschließend den Erfolg eines operativen Eingriffs nachhaltig zu unterstützen, sind orthopädische Hilfsmittel und Krankengymnastik grundsätzlich hilfreich.

Schmerzen im Bereich der Kniescheibe vorbeugen

Wer viel Sport treibt und aktiv ist, kann das Risiko für Knieprobleme möglichst gering halten. Generell ist es wichtig, das Knie nicht übermäßig zu belasten. Bereits bei den ersten Anzeichen einer Überlastung (z. B. leichte Schmerzen) sollte das Knie geschont werden. Eine Stabilisierung durch medizinische Hilfsmittel kann bereits im Anfangsstadium dazu beitragen, eine Verschlechterung des Zustandes zu verhindern.

Bei bestehenden Knieschmerzen sollten Sportarten, bei denen es zu einer starken Belastung des Knies oder zu Stürzen auf das Knie kommen kann (z. B. Volleyball oder Handball), möglichst gemieden werden. Ist ein Verzicht nicht möglich? Dann sollte das Knie zumindest durch das Tragen von Bandagen unterstützt und bei spezifischer Stoßbelastung, wie zum Beispiel beim Volleyball, geschützt werden. Ausreichende Ruhepausen während der einzelnen Trainingstermine und Ausgleichsportarten wie Schwimmen oder Radfahren können ebenfalls eine Überbelastung verhindern und damit Schmerzen an der Kniescheibe vorbeugen.

Stabilisierung des Kniegelenks mit orthopädischen Hilfsmitteln

Bei anhaltenden Schmerzen im Bereich des Kniegelenks sowie nach Operationen am Knie können medizinische Bandagen das Gelenk stabilisieren und dadurch zum Heilungsprozess beitragen. Die GenuTrain® P3 ist eine Aktivbandage, die schmerzlindernd bei einer Fehlstellung der Kniescheibe, vorderen Knieschmerzen oder bei Beschwerden durch das Patellaspitzensyndrom wirkt. Sie lässt sich individuell anpassen und ist aus leichtem und stabilem Material gefertigt. Dank der integrierten Anziehhilfe ist das An- und Ausziehen mühelos möglich. Die atmungsaktiven, nicht rutschenden Massagepolster sorgen für einen optimalen Halt am Bein und eine Entlastung der Kniescheibe.